Disneyland Paris 2019 – Tag 3 & 4

Von Hagen|Europa, EXPLORE, Frankreich, TRAVEL

Hallo. Wenn Du ihn noch nicht gelesen hast – den Prolog und einige Vorab-Infos zu unserem Besuch im Disneyland Paris findest Du hier: Klick.

Tag 3, Mittwoch, den 23. Januar 2019

An unserem dritten Tag im Park haben wir es etwas ruhiger angehen lassen: Erstmal haben wir uns im Gefängniswagen durch die Main Street kutschieren lassen, bevor wir frühstücken waren.

Aber dann wurde es direkt aufregender, denn ich habe Verena dazu überredet erstmal die „Star Tours“ mitzumachen. Ein 3D-Simulator mit verschiedenen Weltraummissionen. Man sitzt in einem größerem Transport- und Reiseshuttle, hat 3D-Brillen auf und fliegt in diesem eine Mission. Bei jedem Besuch hat man die Chance eine andere Reise mitzumachen.

Wir flogen in einer Weltraumstation ab, waren plötzlich in einer Flucht gegen Tie-Figter verwickelt, nach einem Flug durch den Hyperraum stießen wir auf Tatooine hinab und fanden uns in einem Pod-Rennen wieder. Es ging zurück in das All und nach einem nächsten Hyperraumflug tauchen wir in die Atmospähre von Naboo und dort direkt in die unterseeische Welt der Gungans ein. Nur knapp entgingen wir dem Angriff eines Unterseemonsters, bevor wir den schnellen und abenteuerlichen Flug in einem Hangar beenden konnten.

Ich fand es toll, Verena war schlecht. Ergo: Für Star Wars Fans toll, wenn man kein Problem mit solchen schnellen und intensiven 3D-Erfahrungen hat. Wenn das einem jedoch auf den Magen schlägt, sollte man sich diesen Flug zweimal überlegen.

Die Atmosphäre des Parks genießend sind wir weiter geschlendert, haben die Fahrt durch die Geschichte von Schneewitchen und die sieben Zwerge gemacht und sind irgendwann im Frontierland, dem Westernbereich gelandet, wo uns immer wieder das Horn der Eisenbahn und das Kreischen der Menschen auf der Achterbahn des Minenzuges vom Big Thunder Mountain begleitet hat.

Das ist der Klang, bei dem ich mir denke: „Ich bin zu alt für den Scheiss!“. Achterbahnen sind nicht unser Ding. Adrenalin haben wir in unserem Leben auch so genug. Auch ein Grund, warum mich das Phantasialand bei Köln immer weniger reizt. Aber das Disneyland hat seinen Fokus weiterhin auf der Familienerlebnis auch mit kleineren Kindern – und damit auch auf Menschen wie uns, die einfach gemütlich die Atmosphäre genießen möchten.

Was aber genau unser Ding war, war die Schiessbude in Frontierland. Hier gibt es nix zu gewinnen, wie auf einem Rummel – aber es macht so viel mehr Spaß. Denn egal welche der Zielscheiben man trifft: Immer passiert irgendetwas. Entweder ergibt sich der Gangster oder das Feuer brennt heißer (so dass das Huhn versucht aus dem Kochtopf zu springen) oder die Bude mit dem Sprengstoff geht in die Luft.

Wir wären vermutlich immer noch dabei unsere Schiesskünste unter Beweis zu stellen, wenn wir nicht einen Tisch im „Silver Spur Steak House“ reserviert gehabt hätten. In gediegener Western-Atmosphäre konnten wir aus den Speisen des Sheriffs-Menüs wählen. Auch hier war das Essen gut, aber da man Steakhäuser ja eher gewohnt ist nicht ganz so spektakulär. Bei einem etwaigen nächsten Besuch werden wir wohl etwas experimentierfreudiger sein und die Restaurants Agrabah und Hakuna Matata ausprobieren.

Das Highlight des Tages war, neben den vielen Shows und Aktionen auf den Straßen des Disneylands (vor allem rund um den Central Plaza), die Shows „First Order March“ und „Legends of a Galaxy far, far away“, die aber mit der Star Wars Celebration Show einen eigenen Blogbeitrag verdient haben.


Tag 4, Donnerstag, den 24. Januar 2019

Unser letzter Tag im Park. Noch ein paar Stunden, bevor wir die etwa fünf Stunden dauernde Autofahrt nach Hause antreten. Aber nachdem wir das Gepäck ins Auto geladen hatten, wollten wir noch mal kurz in den Park. Kurz – selten so gelacht. Wir sind später losgekommen, als wir geplant hatten, aber wir haben es nicht eine Minute bereut. An dem Tag war es aus unerfindlichen Gründen relativ ruhig und gelassen, so dass wir ohne wirkliche Wartezeiten noch einige Attraktionen mitnehmen konnten.

Angefangen haben wir mit „Peter Pan’s Flight“, wo man in kleinen Wagen durch die Lüfte segelt: über das nächtliche London, zur Insel Nimmerland und über Stationen der bekannten Geschichte. Es ging weiter auf das „Carrousel de Lancelot“, wo wir auf Streitrössern sitzend einfach mal durchatmen konnten. Auch durch das Heckenlabyrinth aus Alice im Wunderland haben wir uns durchgewunden.

Auch mit dem Besuch von „It’s a small world“ blieben wir im Bereich „Fantasyland“. Da war ich ja erst skeptisch, da diese Bootsfahrt rund um die Welt durch ein Spielzeug-Puppenland führt und offensichtlich eher für jüngere Besucher gedacht ist. Aber manchmal muss man einfach Dinge machen, um herauszufinden, wie schön etwas sein kann. Wie in diesem Fall. Diese Tour ist einfach schön gemacht und letztendlich transportiert es auch einen wichtigen Gedanken: Es ist eine kleine Welt und wir sitzen alle in einem Boot – egal woher wir kommen oder welche Hautfarbe wir haben.

Der krönende Abschluss für uns war aber die Vorführung „Pirates and Princesses“, denn es war endlich trocken genug, dass sie wieder aufgeführt werden konnte. Mehrmals täglich findet sie statt, wobei sich die Piraten und die Prinzessinen mit ihren Shows auf der „Royal Castle Stage“ jeweils abwechseln, bevor sie dann gemeinsam auf der Central Plaza tanzen. Und die Musik, vor allem der Hauptsong (bei Youtube hier: Klick) ist ein echter Ohrwurm.

Natürlich ist diese Show wie viele andere Sachen im Disneyland Paris in Französisch. Wir sind in Frankreich, es ist die Landessprache und damit auch im Disneyland die Hauptsprache. Es kann vorkommen, dass man plötzlich nur mit französischsprachigen Sicherheitsleuten dasteht, auch wenn die meisten Mitarbeiter zumindest noch Englisch können und bemüht sind andere Sprachen zu sprechen – wie der Kellner im Steakhaus, der uns immer wieder nach den deutschen Entsprechungen fragte.

Begeistert hat mich bei der Show neben der fabelhaften Musik (sie läuft bei mir beim Schreiben dieses Blogbeitrages auch im Hintergrund) und die Choreographie, dass die Prinzessinen auch im Tanzen ihre eigene Persönlichkeit haben. Sie tanzen die selbe Choreo, aber jede auf der Weise, wie es ihrem (fiktiven) Charakter entspricht. So ist Merida immer etwas wilder als die anderen. Da hat Zuschauen wie Fotografieren Spaß gemacht.

Apropos Begeisterung: Die Begeisterung, die das Team des Disneylands lebt, macht viel von dem Flair aus. Die spontanen Schneeballschlachten zwischen den Schnee räumenden Mitarbeitern, die mitsingenden und mittanzenden Staff-Members bei den Vorführungen – einfach fantastisch. Auch, dass sie die Besucher dabei immer wieder miteinbeziehen. Meinen Respekt und meinen Dank für deren Leistung.

Gegen 14 Uhr haben wir dann dem Park zum Abschied nochmal zugewunken – mit dem Wissen, dass wir nochmal zurück kommen werden. Denn es gibt noch viele Dinge (vor allem im Studios Park), die wir noch nicht gesehen haben und noch entdecken möchten. Aber auch, weil es ein paar schöne, traumhafte Tage waren, die man gerne wiederholen würde.

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