Dass Óbidos ein zauberhafter Ort ist, ist natürlich auch anderen Leuten nicht verborgen geblieben. Tagsüber, wenn einige Busse Touristen ausschwärmen lassen, ist der Ort recht voll und die Gastronomie an der Hauptstraße ist natürlich darauf ausgerichtet. Unserer Erfahrung nach findet man daher die ruhigeren und preiswerteren Lokale eher an der Peripherie. Das ist auch in Óbidos der Fall. Das freundlichere Personal haben sie meist auch noch. Vor allem zwei Gastronomien haben uns besonders gut gefallen, weshalb wir auch in Beiden öfter vorbei geschaut haben.


Bar Medieval Arco da Cadeira

Eine Mittelalter-Bar? Als Mittelalter-Fans konnten wir da ja faktisch nicht drumherum, auch wenn wir Anfangs etwas skeptisch waren. Doch diese wurde sofort vertrieben durch die junge Besitzerin, die uns persönlich empfing und uns die Geschichte des Gebäudes erzählte. Es handelt sich nämlich bei den Räumlichkeiten um das ehemalige Gefängnis in der Stadt. Mit diesem netten Bezug zum Mittelalter suchten wir uns in dem (abends) recht dunklen, aber gemütlichen Gastraum einen Platz – wir entschieden uns für die Empore. Im Hintergrund lief Fado, die traditionelle portugiesische Musik.

Wir hatten eine schöne Zeit mit dem guten portugiesischen Bier, den leckeren Cocktails, einer formidablen Tapas-Platte und tollem Nachtisch (siehe Fotos). Auch wenn die Auswahl nicht besonders groß ist, haben wir auch bei unserem zweiten Besuch – bei dem wir leider keine Fotos gemacht haben – gut gegessen, so dass wir dieses Restaurant gerne weiterempfehlen. Bei Tripadvisor findest Du sie hier.


1 de Dezembro – Cafe – Restaurante

Bei unserem Stadtrundgang sind wir über dieses kleine, unscheinbare Restaurant gestolpert sind, das auf den ersten Blick eher wie eine Snack-Bar aussieht. Meines Eindrucks nach waren vielleicht auch deshalb nur relativ wenig Touristen hier zu finden. Vor allem nach Feierabend in der Woche hatte man das Gefühl, dass sich hier vornehmlich die Einheimischen nach der Arbeit auf einen Bica (eine Art portugiesischer Espresso) treffen. Perfekt!

Nur an dem Vormittag, an dem es geregnet hat, habe ich mich rein gesetzt und einen Bica getrunken, während im Fernseher eine Sonntagspredigt übertragen wurde, was seinen ganz besonderen Flair hatte. Sonst haben wir aber immer draußen die Sonne genossen – und darüber hinaus, denn besonders Abends nach unseren täglichen Ausflügen sind wir dort eingekehrt.

Den Tag mit einem Bier, Brot, Butter, Oliven und einem herzhaften Käse ausklingen lassen – daran könnte ich mich wirklich gewöhnen. Und das haben wir hier fast jeden Abend zelebriert. Natürlich haben wir nicht nur Tapas gegessen, sondern auch „richtige“ Mahlzeiten. Ich kann zum Beispiel das Pfefferschnitzel empfehlen, wobei man beim portugiesischen Schnitzel, „Bifanas“, nicht mit dem rechnen sollte, was wir in Deutschland darunter verstehen. Dabei gab mit die besten Pommes, die ich in Portugal gegessen habe und die auch die gewohnte Form haben.

1 de Dezembro findest Du bei Tripadvisor hier.

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