Der Vulkanpfad – kurz und knackig

Von Verena|Eifelpfade, HIKE

Gemeinsam mit meinem ältesten Stiefsohn und seiner Verlobten ging es heute für uns auf einen eher kurzen Traumpfad: den Vulkanpfad. Auf 6,6 Kilometern geht es durch die erdgeschichtlich spannende Region, wobei der Weg wunderbar begann, aber leider auf der von uns gewählten Laufrichtung im eher langweiligen Neubaugebiet von Ettringen endete. Wenn ich Euch also einen ersten Hinweis geben darf: geht den Weg gegen den Uhrzeigersinn, dann führt Euch die Strecke erst einmal durch die Häuser und Ihr habt diesen weniger schönen Teil direkt hinter Euch.

Alles in Allem ist der Vulkanpfad aber wirklich sehr zu empfehlen, obwohl er mit zwei knackigen Aufstiegen eher etwas für den Wanderer mit schon vorhandener Kondition ist. Auch wenn es an kritischen Stellen hilfreiche Geländer gibt, muss man doch hie und da wirklich kraxeln, was gerade bei glattem oder nassen Untergrund kritisch werden kann, uns aber recht gut gelang.

Dafür belohnt einen der Pfad aber mit grandiosen Blicken über den Krater des ehemaligen Vulkans, in dem auch heute noch Gestein abgebaut wird. Ebenso gibt es viele kleine Orte, die zum Staunen und Verweilen einladen: einen Sauerbrunnen, diverse Relaxbänke, eine Steingruppe mit der eingeprägten regionalen Geschichte aus dem 16. Jahrhundert, die Kraterhöhlen „Sieben Stuben“, in denen im zweiten Weltkrieg die Einwohner der Stadt Zuflucht finden konnten (Taschenlampe mitnehmen!) und die grandiose Grubenlandschaft Kottenheimer Winfeld, deren riesige Säulen aus kantigem Basaltgestein im Sommer eifrig von Wanderern und Kletterern frequentiert werden. Verfallende Kräne und Gebäude erzählen die Geschichte des Steinabbaus in der Region, ebenso wie zahlreiche Infotafeln Interessantes aus weit und nicht so weit entfernter Vergangenheit vertiefen.

Fazit: gerne wieder. In zweieinhalb Stunden wurde es uns auf dem Weg niemals langweilig.

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